Emotionen sind der Schlüssel zu fesselnden Texten, weil sie direkt die Gefühlsebene der Leserinnen und Leser ansprechen. Texte, die Emotionen auslösen, bleiben länger im Gehirn und werden stärker emotional bewertet. Dies führt dazu, dass die Inhalte in die Erinnerung in das Langzeitgedächtnis gelangen und nachhaltig wirken. Für viele Unternehmen ist dies im Marketing von großer Bedeutung, da emotional berührte Kundinnen und Kunden eher geneigt sind, sich mit der Marke zu identifizieren.
Was bewirken emotionale Texte?
Emotionen stimulieren das Kopfkino der Leser. Durch Emotionen im Text wird eine kleine Geschichte erzählt, die direkt ins Herz trifft. Ein guter Text spricht dabei nicht nur die Sachebene, sondern auch die gefühlsebene an. Je intensiver die Emotionen, desto tiefer wird das Erlebnis angeregt. Dies bedeutet, dass Emotionen einen starken Einfluss auf das Verhalten und die Kaufentscheidungen von Kundinnen und Kunden haben. Viele verschiedene Emotionen können angesprochen werden, wie Freude, Überraschung oder Vertrauen, die positive Gefühle erzeugen.

Wie können Unternehmen Emotionen für die Kundengewinnung nutzen?
Viele Unternehmen nutzen gezielt emotionale Ansprache in ihren Texten, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Durch emotionales Schreiben können Unternehmen eine tiefere Bindung zu ihren Kundinnen und Kunden aufbauen. Wichtig ist dabei, dass die Emotionen zum eigentlichen Inhalt des Textes passen und nicht übertrieben wirken. Storytelling ist dabei ein effektives Mittel, um emotionale Geschichten zu erzählen, die direkt die Leser ansprechen. In sozialen Medien ist dies besonders relevant, da hier die Tonlität und die Art der Ansprache eine entscheidende Rolle spielen.
Verben und Adjektive gekonnt einsetzen
Beim Schreiben von emotionalen Texten ist es wichtig, die richtigen Verben und Adjektive zu verwenden. Verben wie „berühren“, „auslösen“, „wecken“ und Adjektive wie „empathisch“, „relevant“ oder „treffend“ helfen dabei, die gewünschten Emotionen zu transportieren. Doch auch hier gilt: Übertreiben sollte man nicht. Eine Floskel wie „Hand aufs Herz“ kann schnell ihre Wirkung verlieren, wenn sie zu oft verwendet wird.
Emotionale Texte schreiben: Metaphern
Die Metapher (griech. metaphorá = Übertragung) meint die Bedeutungsübertragung eines Wortes aus seinem ursprünglichen Kontext zur verdeutlichten, bildhaften Darstellung eines Sachverhalts oder eines Wesenszugs. Das Stilmittel wird nicht nur in der Lyrik verwendet, auch in der Epik oder Dramatik kommt es zum Einsatz. Selbst in der Alltagssprache ist es weitverbreitet:
- „Der Sturm im Wasserglas.“
- „Ein Herz wie Stein.“
- „Der Fels in der Brandung.“
- „Den Nagel auf den Kopf treffen.“
- „Die Sonne lacht.“
Die Metapher ist also wie ein Pinselstrich auf einem Gemälde – sie verleiht der Sprache Farbe und Tiefe. Deshalb eignet sie sich sehr gut, wenn Sie komplexe Gefühle und Stimmungen bildhaft darstellen und so direkt die Emotionen der Leserinnen und Leser erreichen wollen. Eine gute Metapher bleibt im Gedächtnis, weil sie das Kopfkino aktiviert und Emotionen auslöst. Doch Vorsicht: Metaphern müssen im richtigen Kontext stehen, damit sie ihre Wirkung entfalten. Ein Beispiel: „Unser neues Buchhaltungsprogramm ist ein wahrer Geschwindigkeitsrausch – es bringt Ihre Finanzen auf Hochtouren.“ Diese Metapher passt nicht zum eigentlichen Produkt und wirkt daher unpassend.
Beispiele aus dem Marketing gefällig?
- „Red Bull verleiht Flügel” (Red Bull)
- „Auf diese Steine können Sie bauen” (Schwäbisch Hall)
- „Wecke den Tiger in dir“ (Kellogg‘s Frosties)
Aber Vorsicht:
Damit die Metapher aber die richtigen Emotionen erzeugt, darf sie nicht im falschen Kontext stehen. Spielt mit den Emotionen, nur setzt sie nicht in den falschen Kontext. Was ich damit meine?
„Unser neues Buchhaltungsprogramm ist ein wahrer Geschwindigkeitsrausch – es bringt Ihre Finanzen auf Hochtouren.“
Die Metapher hier ist der Geschwindigkeitsrausch. Doch damit werden automatisch schnelle Autos, Motorräder, Schnellboote o.ä. assoziiert. Aber keine Buchhaltungssoftware.
Um derart schiefe Metaphern zu vermeiden, solltet Ihr in den Werbetexten oder Euren Blogartikeln immer genau kontrollieren, ob das Stilmittel auch wirklich in den Kontext passt.
Gleiches gilt für „Metapherkombinationen“. Etwa wie: Der Hahn im Korb lässt sich niemals vor den Karren spannen. Klingt sonderbar, oder? Denn hier werden zwei unterschiedliche Bilder bedient.
Wie setzt Ihr die Metapher also richtig ein?
- Wählt eine eindeutige Metapher: Eine eindeutige Metapher wäre „Das sind echte Rabeneltern.“
- Wählt eine Metapher, die nicht abgenutzt ist: „Er war so wütend, dass er hätte platzen können.“ Klingt für verkaufsstarke Romane eher abgedroschen. Warum? Die Metapher wurde schon so oft verwendet, dass sie abgenutzt ist. Besser wäre beispielsweise: „In ihm brodelte ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch war“.
Metapher entwickeln – Checkliste
Es gibt leider keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Ihr eine Metapher für einen Verkaufstext, Blogpost etc. erstellen könnt. Hier ist die eigene Kreativität gefragt. Doch mit diesen Fragen geht es vielleicht ein bisschen leichter:
- Was ist die Bedeutung der gewählten Metapher?
- Passt sie sinngemäß in den Kontext?
- Ergibt sie selbst auch Sinn?
- Ist diese abgedroschen?
Erfolgreich emotionale Texte schreiben
Wenn Sie emotionale Texte schreiben, setzen Sie auf die Kraft der Gefühle, um Ihre Leserinnen und Leser tief zu berühren. Professionelle Texterinnen und Texter wissen, dass sich damit die Tonlität verstärken lässt und Reize auf eine Weise aktiviert werden, die unbewusst wirken und die Emotionen direkt auf die Gefühlebene tragen. Hierbei spielt die Psychologie eine zentrale Rolle. Denn sie hilft, die Anwendung von Metaphern und anderen Stilmitteln. gezielt zu steuern.
Die Schwierigeheit hierbei: Die Sachinformation muss im Text so verpackt werden, dass sie das Gefühl beim Lesen unterstützt. Der richtige Hauptsatz, kombiniert mit einer direkten Ansprache, kann Ihre Botschaft klar und emotional ansprechend machen.
Denn – Hand aufs Herz: Wenn Sie den eigentlichen Inhalt eines Textes emotional aufladen, bleiben Sie in Erinnerung. Je stärker die Emotionen im Text, desto tiefer werden diese im Gedächtnis verankert. Dies gilt auch für den gezielten Einsatz von Verben und Adjektiven. Denken Sie dabei an alle Sinne: Schmecken oder anfassen, ja sogar riechen oder ein besonderer Geruch, können durch die richtige Wortwahl im Text ausgelöst werden.
Deswegen können sogar Corporate Texte von emotionalen Ansätzen profitieren. Bitte beachten Sie aber, dass Emotionen nicht in jedem Kontext passend sind und maßvoll eingesetzt werden sollten. Andernfalls verlieren sie ihre Wirkung.
Möchten auch Sie emotionale Texte für Ihre Website oder Ihren Blog? Dann schreiben Sie mich an.

Als Senior Texterin und Senior Copywriterin schreibe ich SEO-optimierte Texte für Unternehmen verschiedener Branchen. Außerdem biete ich extra SEO Schulungen und Texter-Schulungen an (SEO Beratung). In meiner Freizeit schreibe ich natürlich auch, bevorzugt Kinderbücher. Und wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, genieße ich das Wandern in meiner Heimat, dem Bayerischen Wald.