Die Keyword Schwierigkeit (Keyword Difficulty) ist eine zentrale Kennzahl in der Suchmaschinenoptimierung. Sie beschreibt den Schwierigkeitsgrad eines Keywords und zeigt, wie stark der Wettbewerb um die besten Plätze in den organischen Suchergebnissen bei Google ist.
Mit anderen Worten: Die Keyword-Schwierigkeit hilft Autor und Autorin, realistisch einzuschätzen, wie viel Aufwand an SEO-Maßnahmen, Backlinks und Optimierung nötig sind, um für ein bestimmtes Keyword zu ranken.
Das Wichtigste in Kürze:
- Keyword Difficulty (KD) ist eine Metrik auf einer Skala von 0 bis 100.
- Je höher der Wert, desto stärker die Konkurrenz in den Top 10 Rankings.
- SEO-Tools wie Ahrefs und das Semrush Tool analysieren und berechnen die Schwierigkeit unterschiedlich.
- Faktoren sind u. a. Suchvolumen, Zahl und Qualität der Backlinks, Domain Authority und Suchintention.
- Für eine wirksame SEO-Strategie gilt: Keywords auszuwählen, die erreichbar sind, z. B. Long-Tail-Keywords oder Keywords mit niedriger Konkurrenz.
Was ist Keyword Difficulty
Keyword Difficulty (KD) ist eine Metrik aus dem SEO-Kontext. Sie schätzt, wie schwer es ist, für einen Suchbegriff auf Seite 1 bei Google zu erscheinen. Die Zahl ist immer eine Annäherung. Jedes SEO Tool berechnet sie anders. Warum? Google hat bis heute nicht verraten, welche Faktoren genau das Ranking beeinflussen.
Keyword-Schwierigkeit: Definition
KD beschreibt die Wettbewerbsintensität einer Suchanfrage in der organischen Google-SERP. Üblich ist eine Skala von 0/1 bis 100: Keywords mit hohem Score sind stark umkämpft. Das bedeutet, dass es sehr schwierig sein wird, für dieses Schlüsselwort weit oben in den Suchergebnissen zu ranken.
Die Grundlage für die Berechnung des Werts sind Messgrößen wie:
- Anzahl und Qualität verweisender Domains,
- Linkprofile der Top-Ranking-Seiten,
- Autorität von Domains,
- und je nach Anbieter zusätzliche SERP-Signale wie Inhaltstiefe, Snippets oder Suchintention.
Warum gibt es den Keyword-Schwierigkeitsgrad?
Der Begriff Keyword Difficulty tauchte erstmals Ende der 2000er-Jahre in SEO-Kreisen auf. Er entstand, weil der Google Keyword Planner zwar Daten zu Suchvolumen und Wettbewerb für Anzeigen lieferte, aber keine vergleichbare Kennzahl für die organische Suche.
Früh reagierte SEOmoz (heute Moz) mit einem eigenen Keyword-Difficulty-Tool, das bereits um 2009 öffentlich verfügbar war. Es kombinierte Metriken wie Page Authority, Domain Authority und Linkprofile, um eine Schwierigkeitsschätzung zu liefern. In Foren und Blogs wurde 2010 intensiv über Methodik und Grenzen diskutiert.
Von diesen ersten Modellen ausgehend entwickelten sich später umfassendere SEO-Suiten wie Ahrefs, SEMrush, Sistrix oder Seobility. Sie bauten eigene Formeln auf, die zusätzliche Faktoren berücksichtigen: Anzahl und Qualität verweisender Domains, Onpage-Signale, SERP-Features und teils auch die Suchintention.
Warum sich der Begriff etabliert hat
Mit dem Wachstum der SEO-Branche stieg der Bedarf, Keywords systematisch zu priorisieren. Praktiker standen vor der Frage:
- Welche Begriffe sind für eine neue oder schwache Domain überhaupt erreichbar?
- Wo ist der Aufwand an Backlinks, Content und SEO-Maßnahmen so hoch, dass sich die Investition nicht lohnt?
Irgendwann hat sich der Begriff Keyword Difficulty etabliert, weil er eine belastbare, vergleichbare Kennzahl für diese Entscheidung liefert. Statt unklare Einschätzungen wie „sehr schwierig“ oder „mittel“ zu nutzen, entstand ein skalierbarer Wert.
- Ahrefs verknüpft den Score fast ausschließlich mit verweisenden Domains. Viele starke Backlinks bei den Top-10-Seiten bedeuten: hoher Wert.
- Semrush nutzt ein Mischmodell: Linkprofile, Domain Authority, Onpage-Signale und SERP-Features wie Featured Snippets.
- Sistrix und Seobility kombinieren Sichtbarkeitsindizes, Domainstärke und technische Faktoren.
Dass die Anbieter unterschiedliche Schwerpunkte setzen, erklärt, warum für dasselbe Keyword verschiedene Werte entstehen, abhängig vom verwendeten SEO Tool. KD ist also ein komprimiertes Wettbewerbssignal, aber kein einheitlicher Standard. Deshalb bleibt die manuelle SERP-Prüfung, also das Überprüfen der besten platzierten Seiten und Inhalte, unverzichtbar.
Wie wird der Schwierigkeitsgrad für Keywords berechnet?
Der Keyword-Schwierigkeitsgrad ist keine offizielle Google-Zahl. Er wird von SEO-Tools wie Ahrefs, Semrush, Sistrix oder Seobility geschätzt. Grundlage ist die Konkurrenz in den organischen Suchergebnissen bei Google. Gemeint sind die Seiten für das Keyword, die bereits auf der ersten Seite stehen.
Die Tools prüfen dabei mehrere Faktoren:
- Backlinks: Wie viele verweisende Domains haben die Top-Ranking-Seiten? Je mehr starke Links, desto schwieriger wird es, dieses Keyword zu ranken.
- Domain-Autorität: Welche Autorität haben die Domains, die vorne stehen? Je höher die Domain-Authority, desto größer der Aufwand.
- Inhalte: Sind die Texte umfassend und relevant für das bestimmte Keyword? Dann braucht es hochwertige Inhalte, um mithalten zu können.
- Suchintention: Decken die Seiten die Nutzerabsicht vollständig ab? Wenn nicht, kann ein besser ausgerichteter Text einsteigen.
- SERP-Features: Blenden die Ergebnisse zusätzliche Boxen, Snippets oder Videos ein, sinken die Klickchancen klassischer Ergebnisse.
Das Ergebnis ist der Keyword Difficulty Score auf einer Skala von 0 bis 100. Einfache Keywords liegen am unteren Ende. Keywords mit hohem Score und hohem Suchvolumen gelten als schwer. Desto höher der Wert, desto schwieriger wird es, in den Top 10 der Google-Suchergebnisse zu erscheinen.
Wichtig: Keyword-Schwierigkeit ist eine Metrik, die Orientierung gibt.
Aber: Keyword Difficulty allein entscheidet nicht über Erfolg. Für ein gutes Ranking bleibt die manuelle Prüfung der besten platzierten Seiten notwendig, um realistisch einzuschätzen, welche SEO-Maßnahmen greifen.
Wie wird von SEO-Tools die Keyword difficulty berechnet?
Die Schwierigkeit eines Keywords wird also von jedem SEO-Tool anders berechnet. Trotzdem sind die Schätzungen der unterschiedlichen Anbieter annähernd gleich:
Wie ermittelt Ahrefs die Schwierigkeit von Schlüsselwörtern?
- Ahrefs verwendet ausschließlich die verweisenden Domains (referring domains, RDs) der Top-10 Seiten für ein Keyword als Grundlage.
- Sie berechnen einen gewichteten Durchschnitt dieser RDs, entfernen Ausreißer und skalieren das Ergebnis auf eine logarithmische Skala von 0 bis 100.
- Ahrefs selbst sagt: Onpage-Faktoren werden nicht in die KD-Formel einbezogen.
- Ein Hinweis im Keywords Explorer zeigt an, wie viele verweisende Domains du etwa brauchst, um in die Top 10 zu kommen.
Schlussfolgerung: Bei Ahrefs wird in Sachen KD klar auf Linksignale gesetzt.
Semrush: Was ist bekannt
Semrush gibt den Keyword difficulty Score als Prozentwert von 0 bis 100 aus. Bei der Berechnung zieht Semrush mit hinein:
- Den Median der verweisenden Domains der rankenden URLs.
- Das Verhältnis von dofollow / nofollow-Links.
- Den Authority Score der Domains, die ranken.
- SERP-Eigenschaften (z. B. Snippets, Zusatzboxen) und Keyword-spezifische Qualitäten.
- Semrush gibt außerdem noch eine Personal Keyword Difficulty (PKD) an, die zeigt, wie schwer das Keyword für die eigene Domain wäre.
All das zeigt, dass Semrush ein mehrdimensionales Modell verwendet. Und beim Bestimmen des Schwierigkeitsgrads der Keywords eben nicht nur auf Links setzt.
Sistrix Keyword-Recherche
Sistrix spricht davon, dass sie für jeden Schwierigkeitsgrad von Schlüsselwörtern rund 15 Werte pro Keyword analysieren und diese zu einem Konkurrenzwert zusammenfassen.
- Liegt ein Wert bei 0 bedeutet das: sehr leicht, kaum Konkurrenz vorhanden.
- Ein Wert von 100 heißt: Viele professionelle Websites konkurrieren stark um das Keyword.
Der Wettbewerb wird log-skaliert gemessen: Eine Steigerung um 10 Punkte deutet auf etwa doppelt so intensiven Keyword-Wettbewerb hin. Zu den gemessenen Faktoren zählt Sistrix insbesondere:
- Anzahl der Startseiten in den Top 10 (nicht nur Unterseiten)
- Sichtbarkeit / Stärke der Domains
- Linkprofile der rankenden Seiten
- Suchvolumen und Präsenzfaktoren
All das wird zu einem Konkurrenzwert zusammengefasst, interpretierbar ähnlich einem Keyword Difficulty Score.
Konsequenz: Bei Sistrix heißt es nicht direkt „Keyword Difficulty“, aber der Konkurrenzwert funktioniert ähnlich.
Seobility
Seobility beschreibt im eigenen Wiki, dass die Keyword Difficulty den Aufwand angibt, der nötig ist, um für ein bestimmtes Keyword in den organischen Suchergebnissen zu erscheinen.
Ist eine SERP mit vielen hochautoritativen Websites besetzt, gilt die Keyword Difficulty als hoch.
Die Berechnung orientiert sich an mehreren Faktoren:
- Autorität der Domains auf der ersten Seite,
- Relevanz und Qualität der Inhalte,
- vorhandene SERP-Features wie Snippets oder Videos,
- Struktur und technische Leistungsfähigkeit der Seiten.
Das integrierte kostenlose Tool zur Keyword-Recherche zeigt zu jedem Begriff ergänzend:
- Das geschätzte monatliche Traffic-Volumen,
- die Zahl der verweisenden Domains in den Top-10-Suchergebnissen,
- und die jeweilige Domain-Bewertung.
Diese Werte erleichtern es, den Schwierigkeitsgrad des Keywords einzuschätzen und zu beurteilen, ob sich die Optimierung eines Textes dahingehend lohnt. Eine exakte Formel veröffentlicht Seobility aber nicht. Der Wert basiert auf relativen Metriken, ähnlich wie bei Tools wie Ahrefs oder Semrush.
KWFinder (Mangools)
Der KWFinder von Mangools gehört zu den Tools, die eine besonders transparente Methode zur Berechnung der Keyword Difficulty anbieten. Er richtet sich an Einsteiger und Profis, die Keywords mit niedriger oder mittlerer Schwierigkeit gezielt identifizieren möchten, um ein gutes Ranking zu erzielen.
Die Berechnung basiert auf dem sogenannten Link Profile Strength (LPS). Dabei wird für jede URL auf der ersten Seite der Suchergebnisse gemessen, wie stark ihr Linkprofil ist. Grundlage dafür sind externe Metriken von Moz und Majestic, unter anderem:
- Domain Authority (DA) und Page Authority (PA)
- Citation Flow und Trust Flow
- Verhältnis von dofollow/nofollow-Links
- Zahl der verweisenden Domains
Aus diesen Werten berechnet KWFinder einen Durchschnitt, der als Keyword Difficulty Score ausgegeben wird. Die Skala reicht von 0 bis 100. Je höher der Wert, desto schwieriger ist es, für dieses Keyword zu ranken.
Darüber hinaus bietet KWFinder zwei Zusatzfunktionen:
- Die Relative Keyword Difficulty (RKD). Sie zeigt, wie schwer es für die eigene Domain wäre, für ein bestimmtes Keyword auf der ersten Seite zu erscheinen.
- Eine automatische Einschätzung, ob ein Keyword als „leicht“, „machbar“ oder „schwierig“ einzustufen ist.
KWFinder ist in der Basisversion ein kostenloses Tool mit klar nachvollziehbarer Methodik. Der Score hilft bei der Keyword-Recherche, um Potenziale mit niedriger Schwierigkeit zu erkennen und Inhalte gezielt zu optimieren.
Suchmaschinenoptimierung mit Keyword-Difficulty: SEO-Tools Vergleichstabelle
| Tool | Datenbasis / Faktoren | Skala | Schwerpunkt der Berechnung | Formel veröffentlicht | Bewertung / Einsatz in der Praxis |
| Ahrefs | Anzahl der verweisenden Domains zu den Top-10-Seiten. Keine Onpage-Faktoren. | 0 bis 100 | Reine Link-Power der Konkurrenz. | teilweise erklärt | Sehr klar, aber einseitig. Gut, um Backlink-Wettbewerb zu erkennen. |
| Semrush | Kombination aus Backlinks, Domain-Autorität, Verhältnis Follow/Nofollow, SERP-Features, Authority Score. | 0 bis 100 (in Stufen: leicht – extrem) | Mischmodell aus Links, Autorität und SERP-Signalen. | teilweise dokumentiert | Realistischere Einschätzung. Gut für Keyword-Priorisierung. |
| Sistrix | Sichtbarkeitsindex, Anteil starker Startseiten, Linkprofile, Trust-Werte. | 0 bis 100 (logarithmisch) | Konkurrenz-Intensität in den organischen Suchergebnissen. | nicht vollständig offen | Liefert einen Konkurrenzwert, der manuell interpretiert werden muss. |
| Moz | Page Authority, Domain Authority, Linkprofil, erwartete Klickrate (CTR). | 1 bis 100 | Kombination aus Autorität und Traffic-Potenzial. | nicht veröffentlicht | Gut für Marktvergleiche und Autoritätsbewertung. |
| KWFinder (Mangools) | Link Profile Strength (LPS) der Top-10-Ergebnisse, basierend auf Moz- und Majestic-Metriken (DA, PA, CF, TF). | 0 bis 100 | Durchschnittliche Stärke der Seite-1-Konkurrenz. | öffentlich dokumentiert | Transparentes System, kostenloses Tool für realistische Einstiege. |
| Seobility | Autorität der Domains, Relevanz, Inhalt, technische Qualität, SERP-Features. | 0 bis 100 | Kombination aus Autorität und Onpage-Faktoren. | nicht veröffentlicht | Liefert Orientierung und Difficulty zu verstehen, aber ohne genaue Formel. |
Keyword Difficulty richtig in die SEO-Strategie einordnen
Keyword Difficulty ist kein Ziel, sondern ein Werkzeug. Der Wert zeigt, wo Wettbewerb herrscht, aber nicht, ob eine Seite erfolgreich wird. Entscheidend ist, wie KD in eine Gesamtstrategie eingebettet wird.
Strategischer Einsatz:
- Content-Planung: KD hilft, Themenfelder nach Aufwand zu gliedern. Leichte Keywords bilden den Einstieg, mittlere Keywords festigen Sichtbarkeit, schwierige Keywords sichern Marktführerschaft. Beispiel: Ein neues Blogprojekt startet mit „Keyword-Recherche Anleitung“ (Difficulty ca. 35) statt „SEO-Strategie“ (Difficulty 70+). Erst nach wachsender Domain-Autorität lohnt sich der Wechsel in das härtere Wettbewerbsumfeld.
- Themen-Cluster: Begriffe mit ähnlicher Schwierigkeit lassen sich bündeln, um Autorität in einem Themengebiet aufzubauen.
- Performance-Messung: Steigt die Domain-Autorität, kann der Fokus auf anspruchsvollere Begriffe verlagert werden. Beispiel: Ein Shop, der zuerst mit „Kaffee aus Honduras kaufen“ rankt, kann mittelfristig auf „Kaffee kaufen“ zielen, sobald Backlinks und Trust wachsen.
- SEO-Mix: KD allein reicht nicht – entscheidend ist die Kombination aus Suchvolumen, Klickrate, Conversion-Potenzial und Content-Qualität.
Kurz gesagt: Eine gute Keyword Difficulty ist nicht zwingend niedrig, sondern passend zum Entwicklungsstand einer Website. Wer KD mit Suchintention und Markenstrategie verbindet, optimiert nicht nur für Rankings, sondern baut nachhaltige Sichtbarkeit auf.
Ich analysiere Ihre Keyword Difficulty, recherchiere Themen und schreibe SEO Texte, die dort sichtbar werden, wo es zählt: auf Seite 1 bei Google und in den KI Overviews.

Als Senior Texterin und Senior Copywriterin schreibe ich SEO-optimierte Texte für Unternehmen verschiedener Branchen. Außerdem biete ich extra SEO Schulungen und Texter-Schulungen an (SEO Beratung). In meiner Freizeit schreibe ich natürlich auch, bevorzugt Kinderbücher. Und wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, genieße ich das Wandern in meiner Heimat, dem Bayerischen Wald.